Olivia Jones startet Online-Petition nach UEFA-Verbot

Bild: PRIDE1
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Um ein deutliches Zeichen für Toleranz, Vielfalt und Diversität zu setzen, sollte der Spielort des nächsten Deutschland-Spiels, die Münchener Allianz Arena, am morgigen Mittwoch gegen Ungarn in Regenbogenfarben beleuchtet werden. Einen entsprechenden offiziellen Antrag hat die UEFA allerdings nun abgelehnt. Das Verbot des EM-Ausrichters hat zu einer Vielzahl an Gegenaktionen und Aufrufen gesorgt.

Einige deutsche Stadionbetreiber, darunter u.a. Köln, Düsseldorf, Frankfurt und Berlin, kündigten bereits an, ihrerseits eine Regenbogenbeleuchtung umzusetzen. Münchens Oberbürgermeister Reiter verkündete, dass die Stadt München ebenfalls deutliche Zeichen setzen wird: soll z.B. das Rathaus und der Olympiaturm in Regenbogenfarben beleuchtet und beflaggt werden. Außerdem ist davon auszugehen, dass sich auch die Fans im Stadion einiges einfallen lassen werden, um ihre Solidarität auszudrücken: in den sozialen Medien gab es viele entsprechende Aufrufe dazu.

Auch Deutschlands bekannte Drag Queen Olivia Jones rechnet auf ihre ganz eigene Art und Weise mit der UEFA ab: Sie startete eine Online-Petition und bittet um Eure Stimmen für einen Auftritt von Conchita Wurst oder eine andere bekennende queere Person, die live im Stadion die Nationalhymne singen soll. Die Petition ist unter dem Namen "BUH-EFA! Ziviler UnGAYhorsam - Conchita for Nationalhymne" online zu finden und konnte bis zum Dienstagabend bereits mehrere Tausend Unterschriften verzeichnen.

Die Regierung um Viktor Orbán, Ungarns Ministerpräsident, hatte vor kurzem ein Gesetz verabschiedet, das LGBTIQ-Rechte weitreichend einschränken soll. Er selbst soll nach Medienmeldungen am Mittwoch beim Spiel in München vor Ort sein und wird sicherlich die Solidaritätsbekundungen der Fans deutlich mitbekommen.